Feiern & Gastgeben

Das perfekte Picknick – 10 Tipps damit’s klappt

August 13, 2015
Best Time Ever

Gibt es etwas Schöneres, als bei Sonnenschein oder an einem lauen Abend mit den Liebsten draußen zu sitzen, zu essen, zu trinken und zu reden? Anlässe für ein Picknick gibt es mehr als genug!

Ihr werdet eine wunderbare Zeit haben. Hier auf Best Time Ever verrate ich dir, wie du richtig planst und kalkulierst. Ich wünsche dir viel Spaß mit meinen Picknick Tipps!

  1. Den Ort wählen (ließ dazu auch meinen Artikel)

Ein Picknick lebt auch von dem Ort, an dem es stattfindet. Es muss nicht immer Natur sein, aber eine bezaubernde Kulisse macht bereits einen Großteil des Charmes aus. Wenn du auf dem Land wohnst, wähle einen schönen See, eine Lichtung im Wald oder einen Platz an einem Bach aus, den man leicht findet. Schicke bei einem allzu versteckten Ort am besten die Koordinaten (gibt’s bei Google Maps) mit, damit deine Gäste sich nicht verlaufen und etspannt in das Picknick starten.

Wenn du in einer Stadt wohnst, kannst du auch leicht ausgefallene Orte finden: Wie wäre es mit einem Picknick in einer alten Industrieruine, auf dem Dach oder am Kanal?

Wichtig ist, dass der Ort gut zu erreichen ist, dass es bei Regen die Möglichkeit zum (wenigstens kurzen) Unterstellen gibt und dass er einfach das „gewisse Extra“ hat. Ein riesiger, uralter Baum, Beerenbüsche rundherum oder ein glitzernder See werden deinen Gästen noch lange in Erinnerung bleiben

 

  1. Den Termin wählen

Ein Picknick ist natürlich, machen wir uns nichts vor, auch vom Wetter abhängig. Sicherlich kann man bei einem kurzen Schauer zusammen rücken und unter einem Unterstand abwarten – aber wenn das Wetter nicht mitspielt, spielt es nun mal nicht mit. Mein Vorschlag: Überlege dir gleich, wenn du dein Picknick planst, einen zweiten möglichen Termin. Um rauszufinden, wer wann Zeit hat, kannst einfach einen Kalender zum eintragen auf doodle.com erstellen – so siehst du ganz einfach wer wann kann.

Generell habe ich die besten Erfahrungen mit Picknicks im Hoch – und Spätsommer gemacht. August und September, und auch noch Anfang Oktober (jaja, der Klimawandel) ist die Landschaft durch die Fülle und ihre Farben besonders Reizvoll, und warm ist es meistens auch.

Verfolge in der Woche vor deinem Picknick die Wetterprognosen, nutze am besten verschiedene Portale. Wenn das Wetter absolut nicht mitspielt, zieh es nicht um jeden Preis durch – hast du einen Ersatztermin, verschiebe lieber!

Frühlingsfest Tipps

Endlich wieder draußen picknicken

  1. Der Picknickkorb

Eine zentrale Rolle beim Picknicken spielt natürlich die Auswahl und Qualität der Speisen welche du und deine Gäste mitbringen – das darf also in den Picknick Tipps nicht fehlen, klar.

Nicht jedes Gericht eignet sich fürs Picknicken, das dürfte bekannt sein – manche Speisen vertragen hohe Temperaturen oder einen Transport einfach nicht. Hier eine kleine Liste an Speisen die sich gut mitnehmen lassen und auch ein wenig Sonne nicht übel nehmen:

  • Baguettestangen
  • Oliven und Antipasti im Glas
  • Hartkäse (z.B. ein Stück Parmesan)
  • Vegane Aufstriche (gibt’s z.B. bei dm)
  • Grüner Salat, wenn das Dressing in einem kleinen Gefäß mitgebracht wird, und erst kurz vor dem Essen über den Salat gegeben wird
  • Robustes Obst (Äpfel, Melone, Birnen, Kirschen in einem Gefäß, Orangen)
  • Gemüsesticks, eventuell mit einem Dip in einem hübschen Schraubglas dazu
  • Gazpacho in Schraubgläsern
  • Kuchen ohne zu saftiges Obst. Noch besser: Muffins oder Brownies!
  • Zuhause gegrillte Sandwiches
  • Couscous Salat, Kartoffelsalat, Salat aus gegrilltem und mariniertem Gemüse
  • Harte Wurst wie z.B. geräucherter Schinken oder Salami am Stück

 

  1. Die Getränke

Ebenso wie das Essen nimmt auch das trinken eine zentrale Rolle ein. Wichtig ist vor allem, genug Wasser, ungesüßten Tee oder Saftschorlen einzupacken: Je weiter du mit deinen Gästen „rausfährst“, desto schwieriger wird es, passende Durstlöscher zu besorgen.

Am besten kühlst du deine Getränke bereits am Abend vor dem Picknick vor, so halten sie sich lange Kühl. Du kannst natürlich auch Thermoskannen verwenden – die machen sich prima zum Kühlen von Getränken. Einfach ein paar Eiswürfel in die Flasche geben und du hast lange Freude an eiskalten Durstkillern.

Toll ist auch selbst gemachter Eistee: Einfach einen Schwarztee brühen, mit Zitrone, Honig und ein paar frischen Minzblättern abschmecken – superlecker!!

Wenn der Durst gelöscht ist, kann man auch ein Gläschen Alkohol anbieten. Ein eiskalter Weißwein im Sommer lässt deinen Gästen das Wasser im Mund zusammen laufen. Achte also auch hier auf die Temperatur, nimm eine Kühltasche und Akkus mit oder Kühle in einem Eimer mit Eiswürfeln.

Noch mehr Picknick Tipps zum Punkt Getränke gefällig? Gerne! Toll eignen nämlich sich auch Sommerdrinks wie Aperol Spritz, Hugo oder eine Eigenkreation von mir: Selbst Rhabarbersirup kochen, mit kaltem Sekt aufgießen, eine halbe Zitrone hinein pressen und mit frischer Minze garnieren.

 

  1. Die Ausstattung für dein Picknick

Wenn du gut vorbereitet bist, kann bei deinem Open Air Essvergnügen nichts schief gehen. Deswegen hier meine Essentials, damit alles glätt läuft:

  • Genug Sitzdecken und ggf. Kissen
  • Kerzen, Kerzen, Kerzen. Stelle einfache Teelichter in Papiertüten für Butterbrote, und du hast kleine, charmante Laternen, die ein warmes Licht spenden. Auch ausgespülte Marmeladengläser eignen sich, nehmen aber natürlich mehr Platz ein. Viele dicke Stumpenkerzen auf einem Tablett arrangiert können auch ganz einfach ein Lagerfeuer ersetzen, wo dieses verboten ist!
  • Mückenschutz
  • Sonnenschutz
  • Decken zum zudecken und/oder genug warme Kleidung für die späten Stunden (weise auch deine Gäste darauf hin sich etwas warmes zum Anziehen mitzunehmen!)
  • Taschenlampe
  • Müllbeutel
  • Korkenzieher
  • Feuchttücher
  • Besteck: Neben Löffeln, Gabeln und co. Sollte auch ein großes, scharfes Messer mit, sowie große Löffel zum auftun von Suppe und Salaten
  • Teller, Becher oder stilvoller: Gläser, in ein Geschirrtuch eingewickelt
  • Schneidebrett, sieht aus Holz besonders schön und rustikal aus. Bringe ein großes extra Schneidebrett mit und stelle es mittig – hier können deine Gäste ohne Umkippgefahr ihre Gläser abstellen!
  • kleinen Schwamm und Spüli, um vor der Abfahrt das Gröbste zu säubern
  • Genug saubere Geschirrtücher – machen sich auch hübsch als kleine Tischdecken oder Platzdeckchen, und am Ende kannst du dein Geschirr für den Transport in sie einwickeln
  • Ein Handy – und zwar aufgeladen!
Picknick Tipps

Wenn du magst, kannst du natürlich auch grillen!

 

  1. Räume zwischendurch auf!

Es sorgt nicht nur für eine schönere Optik, wenn ihr nicht zwischen Plastiktüten und Alufolie sitzt – am Ende hast vor allem du weniger Stress.

Kümmere dich also zwischendurch ab und an darum, dass herumliegender Müll gleich in deiner mitgebrachten Mülltüte verschwindet.

Du musst nicht wie ein aufgescheuchtes Huhn zwischen deinen Gästen jeden kleinen Papierschnipsel wegräumen – aber das gröbste bitte von Zeit zu Zeit beseitigen!

Es werden weniger Tiere wie Bienen oder Ameisen angelockt, wenn du das Essen nicht zu lange offen herumstehen lässt – wenn alle gegessen haben, decke die Speisen ruhig ab, aber achte darauf, dass sie immer noch appetitlich aussehen.

 

  1. Auf- und Abbau deines Picknicks

Es empfiehlt sich, dass du vor deinen Gästen am Picknickplatz ankommst. So kannst du dir schon mal das grünste Stück Wiese, den schattigsten Baum oder eine ruhige Ecke suchen, falls ihr zB. einem Stadtpark picknickt.

Richte das, was du dabei hast, ruhig schon hübsch an – es wirkt weitaus einladender, wenn bereits eine Decke auf dem Gras liegt, die ersten Getränke kühl im Eimer stehen und ein paar angezündete Teelichter den Weg weisen, wenn deine Gäste eintreffen.

Bestimme auch von vorneherein einen Ort, an dem das Essen aufgebaut wird. Das kann auf einer extra Decke, auf den oben besagten Küchentüchern oder auch auf einer umgedrehten Kiste sein, so hast du gleich eine schöne Erhöhung für das Essen und eine Verwendung für den nun leeren Picknickkorb. Richte auch gleich Besteck und Teller neben dem Essen an.

Sobald deine Gäste kommen, können sie, falls sie auch etwas mitgebracht haben, sich einfach einen Platz für ihre Köstlichkeiten auf dem Buffet suchen – und nichts wird in der Plastiktüte am Rand vergessen.
Je nachdem, wann ihr anfangt und wie lang dein Picknick gehen soll, denk früh genug daran, ein wenig aufzuräumen – dank Punkt 6 sollte deine Arbeit sich auf ein Minimum beschränken. Spanne auch ruhig deine Gäste ein.

Ich empfehle dir, spätestens wenn es dämmert alles gut verpackt und weggeräumt zu haben. Alles was noch gegessen oder getrunken wird, sollte gut beleuchtet und sichtbar gestellt werden – einer der wichtigen Picknick Tipps wie ich finde! Stelle ein Teelicht auf das improvisierte Buffet, wische Besteck, Gläser und Teller mit dem Küchentuch sauber bevor du sie einpackst.

 

  1. Picknick – aber mit Stil!

Geht es nur mir so, dass mir bei Plastikbesteck und Papptellern ein kalter Schauer über den Rücken läuft? Sie sind (meistens) hässlich, eine Sauerei für die Umwelt und unpraktisch – viel zu biegsam, viel zu wenig Standfestigkeit.

Wenn du dir schon die Arbeit machst, ein Picknick zu geben, dann spare nicht am falschen Ende und sorge dafür dass deine Gäste richtige Teller und Gläser sowie gutes Besteck haben. Der extra Aufwand ist, wenn du meine vorherigen Tipps beachtest, wirklich nicht groß – und das Feeling ist einfach besser!

Wenn dir ein einheitlicher Look egal ist, dann bitte doch einfach deine Gäste, selber einen Teller, Besteck und ein Glas mitzubringen – weniger zu tragen und zu organisieren für dich! Wenn du auf Einweggeschirr nicht verzichten kannst, wähle Varianten aus nachwachsenden Hölzern und hübsch bedruckte Pappbecher. Plastik ist Tabu!!

Stoffservietten nehmen nicht mehr Platz weg als solche aus Papier, schaffen aber ein weitaus stilvolleres Ambiente und sind auch umweltfreundlicher.

Wer gut plant, geht entspannt ins Event

Wer gut plant, geht entspannt ins Picknick

  1. Die Sache mit der Toilette

Klar, jeder muss mal, also gehört auch der Punkt in meine Picknick Tipps!

An den meisten Orten ist das nächste Örtchen zu weit weg. Ein paar Büsche irgendwo (nicht zu nah natürlich) machen sich also durchaus praktisch – du verstehst schon. Halte diskret Taschentücher oder Feuchttücher für deine Gäste bereit – sie werden es dir danken.

Ganz Ordentliche nehmen auch das gebrauchte Papier wieder mit und schmeißen es nicht einfach in die Gegend. Je nachdem, wie gut ihr euch kennt, kannst du deinen Gästen ruhig sagen, dass es dort eine gesonderte Mülltüte gibt, die für das Papier bestimmt ist.

Leichter wird’s, wenn in der Nähe ein Restaurant mit Toiletten ist. Sprich kurz mit dem Servicepersonal, die meisten lassen einen eine Pauschale zahlen, so dass deine Gäste ohne extra in die Tasche zu greifen die Klos nutzen dürfen. Je nach Anzahl der Gäste sind 5-10 Euro (wenn auch nur als Trinkgeld für den Service, der ein Auge zudrückt) durchaus angemessen.

 

  1. Improvisiere!

Es passiert eigentlich immer, und immer merkt man es zu spät: Wieder einmal hat man etwas vergessen. Das gute: Du bist in der Natur, verdammt! Sei kreativ und lass dich von kleinen Stolpersteinen nicht aus der Ruhe bringen.

Ein Bach oder See kühlt Getränke genauso zuverlässig wie eine Kühltasche, wenn es plötzlich regnet bieten dichte Bäume Schutz, und eine Wachskerze, fest und aufrecht an einen Stock gebunden, der ein der Erde steckt, ersetzt eine Fackel.

Sei kreativ und nutze, was deine Umgebung dir bietet! Umso individueller und besonderer wird dein Picknick.

 

Der Artikel hat dir gefallen? Dann lass uns gleich weiter machen. Hier kannst du meine Tipps zu der perfekten Gästeliste finden. So kreierst du eine gute Mischung an Gästen, die für ein unvergessliches Picknick sorgen wird.

Ich wünsche euch viel Spaß an der frischen Luft um beim Umsetzen meiner Picknick Tipps!

Samira

No Comments

Leave a Reply