Ausflüge, Genießen

Berlin im Winter, was tun? Meine Insider Tipps

November 26, 2015

 

Stürz dich ins Nachtleben

Es mag auf der Hand liegen, aber Berlin lebt und atmet durch seine Clubkultur. Wenn du auch findest, dass man einen verregneten und kalten Tag auch mal mit Kater im Bett bleiben darf, dann solltest du dir das Berliner Nachtleben nicht entgehen lassen.

Ob der Magnet Club, Lido und Astra für Indie und HipHop, das Berghain, Watergate, Kater Blau oder die Renate für elektronische Musik, das Yaam für Reggae und Dancehall – hier kommst du auf jeden Fall auf deine Kosten.

Natürlich gibt es auch viele kleinere Clubs, unzählige Kneipen, Bars und Restaurants (einige Empfehlungen dazu findest du hier). Um dich im Dschungel der nächtlichen Aktivitäten zurechtzufinden kannst du die Seite vom Tip Berlin oder den Freshguide checken – hier bekommst du einen ersten Überblick. Halte die Augen offen nach Plakaten und Flyern – in Berlin werden Events häufig gut promoted, was man an überall auf der Straße in Form von zentimeterdick zugeklebten Laternenpfählen sehen kann!

Ob du dich am nächsten Tag noch an die lustige Nacht erinnern kannst liegt allerdings ganz an dir 😉

 

Gehe abseits der großen Einkaufszentren shoppen

Klar, Berlin bietet einige riesige Einkaufszentren – von denen mir, um ehrlich zu sein, regelrecht schlecht wird. Du findest hier kaum Abwechslung zum Angebot in anderen Städten, keine individuelle, geschweige denn faire Mode.

Wie wäre es mit etwas mehr Stil? Gerne! Hier meine liebsten Shoppingstraßen und –kieze!

Weinbergsweg und die Kastanienallee

Ein kurzer Spaziergang führt dich entweder vom U-Bahnhof Eberswalder Straße zum Rosentaler Platz oder anders herum – ganz wie du magst.
An dieser Straße finden sich neben Boutiquen, die individuelle Mode und Accesoires für faire Preise anbieten, auch einige gut sortierte Second Hand- und Einrichtungsläden.
Zwischendurch kann man sich in den zahlreichen Cafés und Imbissen mit einem Getränk oder Snack stärken.

Alte Schönhauser Straße, Münzstraße, Neue Schönhauser Straße und Oranienburger Straße (Rund um den Hackeschen Markt)

In dieser Ecke kann man gut und gerne einen ganzen Tag zwischen Läden wie American Apparell, Urban Outfitters, Fred Perry, cos, Monki und vielen weiteren zubringen.
Alles ist zu Fuß super zu erreichen und gut angebunden. Wenn du hier unterwegs bist, solltest du dir auf jeden Fall eine Minipizza bei Piccola Italia gönnen – diesen italienischen Imbiss gibt es hier seit ich denken kann und die Pizzen sind günstig, lecker und schnell zubereitet.

Simon-Dach Straße, Wühlischstraße, Grünberger Straße und Gärterstraße

Hier, mitten im Herzen des Südkiezes vom Friedrichshain, haben sich in den letzten Jahren viele kleinere Läden angesiedelt, die oft in Berlin designte und hergestellte Mode anbieten. Auch einige Vintage Läden findest du hier.
Sehr empfehlen kann ich Broke+Schön (wo ich immer zu viel Geld lasse) sowie den Laden Viktoria met Albert, wo skandinavische Dekoration, Möbel und auch Mode verkauft werden. Wenn du schon mal hier bist solltest du dir beim Burgeramt einen Burger schmecken lassen – den muss man mal probiert haben, da kannst du jeden Berliner fragen.

 

Lerne und genieße – auf Brauereikursen, bei Weintastings oder kulinarischen Stadtführungen

Du wolltest schon immer mal dein eigenes Bier brauen, wissenswertes über biologisch produzierten Wein erfahren oder endlich mal ganz ungehemmt deiner Lust auf Schokolade frönen? Hier gibt es wirklich kein kulinarisches Erlebnis, das es nicht gibt!

Bei Bierlieb kannst du (mit Voranmeldung) mir deinen Liebsten lernen, wie Bier gebraut wird – dazu kannst du in dem Shop alles kaufen, was das Herz von Bierliebhabern höher schlagen lässt!

Im Wrangelkiez, fast an der Grenze zum ehemaligen Ostteil der Stadt liegt, befinden sich zwei Weinläden, die modernen Weinliebhabern gefallen werdern: Das Noer bietet regelmäßig Weinschulungen und Verkostungen an, außerdem haben sie ihren hauseigenen Wein im Angebot. Der Laden ist sehr stylisch.
Ein paar Querstraßen weiter befindet sich Satori Records – hier gibt es, wie der Name schon sagt, neben guten Weinen, die von den Mitarbeitern gekonnt empfohlen und ausgewählt werden, vor allem eine Menge neuer und alter Schallplatten zu hören und zu kaufen. Traumhafte Kombination, oder?

Du liebst Schokolade? Dann lerne Berlin von seiner süßen Seite kennen und schlemme dich durch die Confiserien der Stadt! Touren zu dieser und anderen Köstlichkeiten findest du zum Beispiel bei berlinfoodtour.de oder eat-the-world.com

 

Tauche auf den Wochenmärkten ins Alltagsleben der Berliner ein

In Berlin pflegt man ja, wie du vielleicht schon weißt, auch gerne mal einen ruppigen Umgangston – doch auf den Wochenmärkten wird wahre Nachbarschaft gelebt. Man scherzt, feilscht, isst und trinkt. Hier trifft der Hipster auf die Oma, der Anwalt auf den Punk und ein jeder findet garantiert etwas Hübsches, Leckeres oder Nützliches. Im Winter verziehen sich die großen scharen der Touristen – was bleibt ist das pure Berliner Leben, an das man auf den Märkten schnell Anschluss findet.

Hier meine liebsten Märkte, die einen Besuch lohnen:

Markt am Winterfeldplatz (Immer Samstags)

Dieser Markt, gut angebunden durch den U Bahnhof Nollendorfplatz, ist eine wahre Institution im ehemaligen West Berlin und der größte Wochenmarkt, den ich hier kenne. Köstlichkeiten aus aller Welt, aber vor allem Regionales und Bio Produkte werden hier zu nicht wirklich niedrigen, aber bezahlbaren Preisen angeboten. Unbedingt an einem der Stände das Schweizer Raclette probieren und nach dem kleinen Wagen mit den Macarons ausschau halten!

Markt am Boxhagener Platz (Immer Samstags)

Ein etwas kleinerer Markt, der sich direkt in meinem Kiez befindet. Neben einigen konventionellen Obst- und Gemüseständen gibt hier frisch geräucherten Fisch im Brot, tolle Gewürzstände, viel Selbstgemachtes wie Marmeladen und Chutneys und viele regionale Produkte zu niedrigeren Preisen als auf dem Markt am Winterfeldpatz.

Markt am Maybachufer (Immer Freitags)

Der so genannte „Türkenmarkt“ am Maybachufer in Kreuzberg ist ein Genuss für alle Sinne, denn hier geht es zu wie auf einem Bazar: Verkäufer preisen lauthals ihre Waren an, es riecht würzig nach Paprika und Knoblauch, überall blitzen schimmernde, günstig zu erstehende Stoffe und türmen sich Berge von Obst, Gemüse, Fleisch und allem, was das Leben schöner macht.

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Verliere dich im Berlin vergangener Tage

Während im Zentrum Berlins neue Bürogebäude mit Glasfronten und ohne Charakter langsam anfangen, das Stadtbild zu prägen, das Nikolaiviertel eher gleichgültig vor sich hin siecht und der Trend Richtung Neubau (oder wenigstens aufwendiger Altbausanierung) geht, findet man in der kleinen Altstadt Spandau wirklich noch enge Gassen, hübsche alte Häuser und den Geist längt vergangener Jahrhunderte.

Über kopfsteingepflasterte Straßen geht es zwischen kleinen Läden auf den ehemaligen Marktplatz vor dem Rathaus, der auch Samstag einen Wochenmarkt bietet und wo man zur Adventszeit einen zauberhaften mittelalterlichen Weihnachtsmarkt findet.

Von hier aus kannst du in Ruhe zum nahe gelegenen Park bummeln wenn es das Wetter zulässt, ansonsten laden urige Restaurants und Kneipen zu einem Bier oder wärmenden Glühwein ein. Vergiss nicht deine Kamera – hier wirst du einige bezaubernde Fotomotive finden, die so gar nicht nach Berlin aussehen. Du glaubst gar nicht wie entzückt ich war, als ich das erste mal hier war!

Erkunde die vielen außergewöhnlichen Weihnachtsmärkte (Vom 1. Advent an bis nach Weihnachten)

Das gute an dieser großen Stadt zur Adventzeit: Sie hat weitaus mehr zu bieten, als klassische, anstrengende und laute Rummelplätze, auf denen es nur grausame Musik, schlechte Wurst und Menschenaufläufe gibt.

Da das komplette aufführen aller Weihnachtsmärkte hier den Rahmen sprengen würde, hier meine vier liebsten Märkte – eine tolle Auswahl weiterer Märkte findest du auch auf dieser Website und auf dieser Facebookseite.

Schwedischer Weihnachtsmarkt

An diesen traumhaften kleinen Markt habe ich lebhafte Erinnerungen aus meiner Kindheit. Es duftet nach Waffeln und Lingonsylt (schwedischer Preiselbeermarmelade), Kinder können sich an Bastelstationen austoben und es gibt allerlei hübsche Kleinigkeiten zu kaufen, die jeden Fan von skandinavischem Einrichtungsstil ins schwärmen bringen.

Weihnachtsmarkt in der Sophienstraße

Ein toller, romantischer Weihnachtsmarkt, auf dem die Händler zum großen Teil ökologische Produkte anbieten. Ob heißer Sanddorn, Hübsches aus Hanf oder selbst Gestricktes – hier finden Leute, die auf Produkte aus der Region schwören, viele hübsche Dinge, die sich auch prima verschenken lassen.

Weihnachtsmarkt am Opernpalais

Direkt an einer der wichtigsten Touristischen Straßen gelegen, Unter den Linden, befindet sich dieser traumhaft nostalgische Weihnachtsmarkt. Zwischen zahlreichen Buden mit Handgemachtem, Heimischem und Exotischem lässt es sich herrlich flanieren, zudem liegt er direkt im Zentrum. Bei einer Fahrt im Riesenrad eröffnet sich ein toller Blick über den Markt und das weihnachtlich beleuchtete Berlin.

Weihnachtsmarkt in der Kulturbrauerei

Hier kommen Kinder und Erwachsene auf ihre Kosten: In kuscheligen Yurten oder an den großzügig verteilten Feuertonnen kann man heißen Punsch genießen, sich an zahlreichen Ständen den Bauch mit Köstlichkeiten aus aller Welt vollschlagen oder hübsche Geschenke und Dekorationen fernab vom Mainstream kaufen. Wer danach Lust hat, schaut sich noch im Kino einen schönen Film an – der perfekte gemütliche Winterabend!

Wie du siehst, kann man in Berlin auch abseits der ausgetretenen Touristenpfade im Winter eine tolle Zeit verbringen und jede Menge erleben.
Du hast selbst noch einen Tipp für Dinge, die man in Berlin im Winter tun kann oder hast eine Frage? Dann hinterlasse mir einen Kommentar, ich freu mich drauf – und wünsche dir viel Spaß im winterlichen Berlin!
Alles Liebe, Samira

 

 

 

 

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2 Comments

  • Reply Nina December 16, 2015 at 9:05 pm

    Hi Samira,

    wir waren letztes Wochenende auf dem Weihnachtsmarkt in der Sophienstraße und haben echt schöne Geschenke und auch die eine oder andere Köstlichkeit für uns gefunden. Diesen Samstag geht’s auf den schwedischen Weihnachtsmarkt. Super Tips -Danke!

    • Reply Samira December 17, 2015 at 1:54 pm

      Hey Nina, der ist einfach wunderschön, oder? Dort war ich schon als Kind oft, als Öko noch so gar nicht trendy war 😉 Ich wünsche euch eine schöne Weihnachtszeit!

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