Feiern & Gastgeben

Die Gästeliste – 10 Tipps und Tricks

August 19, 2015
Bloggervents
Zu einer guten Party gehören, klar, die Gäste. Egal ob du im engen Freundeskreis, mit deiner Familie oder deinem Uni-Kurs feiern willst – the mix makes the magic!
Das Tolle ist, dass es dein Event ist. Du bestimmst also, wen du dabei haben willst – bis auf einige Leute, die du wahrscheinlich einladen musst, zB auf einer Firmenfeier. In diesen 10 einfachen Tipps verrate ich dir, wie du ohne Stress, und ohne jemanden zu vergessen oder zu verprellen, eine Mischung an Gästen zauberst, die für lange Gespräche und eine ausgelassene Zeit sorgen.

 

  1. Fertige eine richtige Liste an

Ob handgeschrieben, am Computer oder als Memo in deinem Smartphone: Schreibs auf. Auch wenn man oft denkt, man könnte sich alles merken – meistens kann man es nicht. Am besten hast du die Liste immer dabei – die eine oder andere Person fällt einem meistens ein wenn man gerade nicht am Rechner sitzt. Also, immer sofort aufschreiben und dann nachtragen! Am Anfang werden dir spontan wahrscheinlich sehr viele Leute einfallen, danach kommt das große Grübeln, wen du nun vergessen hast. Deswegen:

 

  1. Geh deine Kontaktlisten durch!

Ob deine gespeicherten Kontakte im Handy, dein Adressbuch (digital oder Papier), deine Facebook Freunde, deine Email Kontakte: Geh jede der einzelnen Listen durch und schreibe auf, wen du einladen willst. So mache ich das immer, und vergessen habe ich bisher, soweit ich weiß, mit dieser Technik noch niemanden.

 

  1. Sorge für eine gute Mischung, aber achte auf die Situation der Party

Natürlich will man meistens am liebsten noch diese und jenen einladen, aber versuche sinnvoll zu planen. Je nach Größe der Party kannst du auch mehr Leute einladen, die sich nicht kennen. Bei einem Dinner in kleiner Runde ist es meistens besser, eher Leute einzuladen, die sich bereits kennen, als nur komplett einander fremde. Ich benutze immer diesen Schlüssel: Auf 4 Personen, die sich kennen, kommen 2, die diese 4 wiederum nicht kennen. Sich untereinander übrigens auch nicht zwingend. Mit diesem Schlüssel aber sind flüssige Gespräche schon mal vorprogrammiert, und die „neuen“ haben es leichter, erst mal zuzuhören und sich dann am Gespräch zu beteiligen.
Bei einer großen Feier, wie einer Hochzeit oder einem Nachbarschaftsfest, gilt das nicht: Hier kannst du bunter mischen. Sorge aber dafür, dass die Zahl von Singles und Paaren zumindest annähernd ausgeglichen ist. Wer ist schon gern die einzige Single, wenn um einen rum alles knutscht?

 

  1. Achte auf die charakterlichen Eigenschaften deiner Gäste

Wenn du nur Leute einlädst, die gerne mal einen über den Durst trinken, und dabei lauthals krakeelen, bekommst du von deiner Party vielleicht einen Tinnitus, aber keine schönen Erinnerungen. Deshalb gilt: Versuche ein gutes Verhältnis zwischen den extrovertierten und den introvertierten Gästen herzustellen. So fühlt niemand sich am Ende eingeschüchtert oder fehl am Platz. Mindestens eine oder zwei Personen, die gerne unterhalten, solltest du aber auf jeden Fall einladen: Sie sorgen für gute Stimmung, interessante Gespräche oder wenigstens einen Grund, zusammen zu lachen.

 

  1. Achte auf das Alter deiner Gäste

Hier meine ich nicht unbedingt das Alter, welches im Pass steht sondern eher das „gefühlte“ Alter der Person. Nichts spricht dagegen, auch 25-jährige zu einem Abend einzuladen, wo die meisten über 40 sind, warum auch? Wenn sie ins Gesamtbild passen und das ganze auffrischen ist es doch super. Es werden sich alle verstehen, mach dir keine Sorgen. Wenn Freunde ein Kind mitbringen, lade ruhig noch jemand anderen ein, der Kinder im ähnlichen Alter hat – so können sich diese beschäftigen, und die Eltern bekommen etwas Zeit zum verschnaufen. Wer war schon selbst früher gern das einzige Kind auf Parties? Solltest du keine weiteren Kinder einladen wollen, da die Party nicht für Kinder gedacht ist: Sprich mit den Eltern des Kindes. Meistens werden sie schon an der Art der Party erkennen, ob es angebracht ist, das Kind mitzubringen. Du kannst auch anbieten, dass sie das Kind irgendwann schlafen legen – richte dafür ein temporäres Bett ein.

Ein wenig Vorsicht würde ich aus Erfahrung bei Teenagern walten lassen – diese kann man meistens nicht so einfach ins Nebenzimmer zum spielen abschieben. Oft hat man dann einen gelangweilten Teenie mit Schmollmund und Smartphone in der Ecke sitzen. Macht nicht so gute Stimmung. Die einfache Lösung: Biete an, dass die junge Dame oder der Junge Herr einen Freund oder eine Freundin mitbringen kann! Ich verspreche es, so kann man ganz einfach lange Diskussionen und lange Gesichter umgehen. Selbst, wenn sie dann zu zwei mit Smartphone in der Ecke sitzen – Teenies halt!

 

  1. Richte deine Feier nach deinen Gästen aus – und dein Gäste nach der Feier

Hier wirds etwas tricky: Es geht darum, nicht komplett an deinen Gästen vorbei zu veranstalten, aber trotzdem dein eigenes Ding durchzuziehen und dir nicht von Hinz und Kunz in deine Pläne reinreden zu lassen. Wenn du Freunde hast (angenommen es sind nicht die „wichtigsten“), die sich generell wie auch immer daneben benehmen (das dauerstreitende Paar, der Typ, der öfters schon rumgegrapscht hat…) dann lade sie nicht ein. Es ist deine Feier und DU allein entscheidest. Natürlich musst du nicht härter als die Türsteher vom Berghain sein aber ein bisschen Feingefühl gehört dazu. Hör auf zu denken, dass du diese oder jene Person einladen MUSST – müssen tust du gar nichts.
Wenn du weißt, dass alle Gäste am Tag nach deinem Geburtstag früh raus müssen, dann starte nicht erst um 22 Uhr – mach eine Afterwork Party draus, die um 18 Uhr anfängt und um 22 Uhr oder 23 Uhr endet. So hat niemand eine Ausrede, nicht zu kommen, und mit der festen Endzeit beugst du einem eventuellen Ausarten (in den meisten Fällen 😉 ) bereits vor.

 

  1. Sei multikulti!

In deinem Studiengang gibt es nun mal nur eine Spanierin, und ihr Deutsch ist nicht wirklich Konversationsfähig? Denk mal nach, ob du nicht einen Freund oder eine Freundin hast, die auch spanisch kann und es sogar gern spricht? Muss auch nicht die engste Person sein, hier heißt es: Mittel zum Zweck! Oder können vielleicht einige deiner Freunde gut englisch? Na also, kein Grund, sie nicht einzuladen. Es bietet sich auch hier immer an, gezielt zu betonen, dass gerne jemand mitgebracht werden darf!

Alles ist besser, als wenn am Ende nur eine Person am Abend schweigend am Tisch sitzt, weil sie Schwierigkeiten mit der Sprache hat.

 

  1. Halte dich an dein Budget und deine Idee

Du weißt, dass du nur so und so viele Leute platzieren, verköstigen und unterbringen kannst? Dann kürze deine Liste, auch wenn es schwer fällt. Niemand hat etwas davon, wenn du permanent gestresst bist, weil es nicht genug Stühle, Gläser, Platz und Essen gibt.
Sage den Leuten gezielt, ob sie jemanden mitbringen dürfen, oder weise zumindest darauf hin, dass sie Bescheid geben sollen, falls sie in Begleitung kommen. Es macht es so viel einfacher, wenn du weißt, wie viele Leute du erwartest.

 

  1. Erkenne und vermeide Streitpotential

Frisch getrennte Paare, verstrittene Familienmitglieder – wie jeder weiß, sind diese Gäste eine tickende Zeitbombe. Sobald ein oder zwei Gläser getrunken wurden, kann man dann eigentlich nur noch in Deckung gehen.
Wenn es geht, lade nur eine der Partien ein. Wenn nicht: Sorge dafür, dass sie so weit wie möglich voneinander entfern sitzen, stehen, tanzen. Natürlich kannst du nicht wie ein Anstandswauwau hinterher rennen – aber du kannst die Weichen somit schon günstig stellen. Wenn es zum Streit kommen sollte, ist dein klarer Kopf gefragt: Verlasse mit den Streitenden den Raum, falls bereits alle mitbekommen haben was los ist. Stelle sie zur Rede und weise darauf hin, dass du ja verstehst, warum sie sich streiten, du es aber schätzen würdest, wenn sie dies vertagen könnten. Biete ihnen, wenn das Kind noch nicht ganz in den Brunnen gefallen ist, ruhig einen stillen Ort zum reden an.
Generell aber gilt: Dann lieber erst mit der einen Runde brunchen, und später Abends die zweite Runde einladen. So kann man aus einer Party gleich zwei machen, und man streut kein Salz in offene Wunden.

 

  1. Lade gezielt ein

Vergiss bei deiner Gästeliste nicht, dass du durchaus unter Stress geraten könntest auf deinem Event. Wie du mit diesem gut umgehst, erfährst du in diesem Artikel. Dennoch macht es Sinn, gezielt einzuladen. Du weißt das diese eine Person super in der Küche ist, sowieso immer beim Aufräumen hilft oder die beste Musik kennt? Solange du sie auch noch magst (im Idealfall sowieso eingeladen hättest) – super! Du kannst auf jeden Fall auch schon bei der Einladung erwähnen, dass du „wenn es hart auf hart kommt“, sie um Hilfe bitten wirst. Du spielst mit offenen Karten, und die meisten Leute freuen sich auch, wenn man ihnen offen sagt, dass man sie braucht. Viele Leute helfen nämlich viel lieber, als wir das immer denken!!

 

Mit der richtigen Mischung an Gästen wird dein Fest etwas ganz Besonderes. Es lohnt also auf jeden Fall die Mühe, die du dir bei deiner Gästeliste gibst, denn am Ende wird allen eine wunderbare Party mit interessanten, bekannten und neuen Leuten in Erinnerung bleiben.

 

 

2 Comments

  • Reply Eduard August 19, 2015 at 3:52 pm

    danke für den input samira

    • Reply Samira August 27, 2015 at 2:03 pm

      Danke, Eduard! Freut mich, dass dir der Post gefällt!

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