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Ein Dinner geben – 10 Tipps für einen unvergesslichen Abend

September 14, 2015
Kochen für Besuch
Ich liebe es, Freunde zu mir einzuladen, mir eine Gangfolge und die passenden Rezepte herauszusuchen oder auszudenken, zu kochen, einzudecken…
Gerade jetzt, wo der Herbst vor der Tür steht und man es sich wieder drinnen herrlich gemütlich machen kann, ist ein Abendessen mit lieben Menschen, gutem Essen und guten Gesprächen einfach genau das Richtige. Damit euer Abend gelingt, habe ich hier 10 einfache Tipps für dich zusammen gestellt. Los geht’s!

 

  1. Finde einen Termin

Du solltest, je nachdem wie busy du und deine Freunde sind, 2-3 Wochen vor dem Dinner einen Termin kommunizieren. Dafür kannst du Tools wie doodle.com nutzen, auf das ich für fast alle meine Events schwöre. Etwas vorab zu planen macht es leichter für alle, sich darauf einzustellen und du hast genug Vorlaufzeit, um alles zu koordinieren.

 

  1. Die Vorlieben deiner Gäste

Bevor du dir genaue Gedanken zu deinem Menü machst, finde erst mal heraus, wer was isst und wer nicht. Nichts ist trauriger als ein Gast mit langem Gesicht, weil er keine Pilze isst, eine Nussallergie hat oder aus einem anderen Grund dein mit Liebe Gekochtes nicht essen kann oder möchte.

Achte auch darauf, ob Vegetarier oder Veganer unter den Gästen sind und richte entweder dein ganzes Menü nach ihnen oder serviere ihnen Alternativen. Andere Ernährungsformen sind immer eine tolle Herausforderung, um sein Können in der Küche zu erweitern!

Menü Idee vegetarisch

  1. Die Auswahl der Gerichte

Eine zentrale Rolle spielen natürlich die Köstlichkeiten die du auf den Tisch bringen willst. Überlege zuerst wie viele Gänge du servieren möchtest – ich setze gerne auf ein klassisches 3-Gänge Menü, damit am Ende des Abends nicht alle überfüllt in den Seilen hängen.

Koche am besten Gerichte die du schon mal zubereitet hast oder die im Kochbuch oder Internet als einfach oder mittelschwer gekennzeichnet sind. Lieber etwas Bodenständiges zaubern, als am Ende vor einem zusammen gefallenen Soufflee stehen und dann doch die Eiskrem aus dem Tiefkühlfach kramen zu müssen!

Achte auch darauf, dass sich die Gerichte gut vorbereiten lassen, und du gegebenenfalls schon am Vorabend das Gröbste erledigen kannst – so gehst du entspannt und ohne Stress in dein Dinner (ließ dazu auch meinen Artikel!)

Wenn jetzt noch die Zutaten, die du benötigst, leicht zu besorgen sind und dein Budget für den Abend nicht übersteigen (was ich gerne mal vergesse), dann hast du dein perfektes Menü gefunden!

 

  1. Das Servieren der Gerichte

Im Idealfall hast du Gerichte gewählt die sich gut vorbereiten lassen – denk daran dass deine Gäste auch da sind um mit dir Zeit zu verbringen. Steh also nicht den ganzen Abend in der Küche.

Deine Vorspeise kann ruhig kalt sein wie eine Käseauswahl oder ein Salat, gut vorbereiten lassen sich auch fast alle Suppen und Quiches/Tartes. Auch ein Nachtisch lässt sich gut vorbereiten, vor allem wenn du bäckst (Brownies, ein Crumble dass du nur noch in den Ofen schieben musst..) oder wenn du Cremes vorbereitest, die du im Kühlschrank aufbewahrst, bis sie auf den Tisch kommen.

Für das Hauptgericht kannst du die Beilagen vorschneiden und so die Zeit, die du in der Küche verbringst, so gering wie möglich halten.

Spanne deine Gäste ein, um dir mit dem raustragen der Teller zu helfen, damit die Leute so gleichzeitig wie möglich ihre Gerichte erhalten.

Zwischendurch macht es sich gut, etwas Brot, Antipasti wie Oliven und ein gutes Olivenöl mit kleinen Tellern auf den Tisch zu stellen, damit deine Gäste ein wenig naschen können.

 

  1. Die Sitzgelegenheiten und Platz am Tisch

Lade nur so viele Leute ein, wie du bequem am Tisch unterbringen kannst, wenn du ein gesetztes Dinner planst. Leihe dir notfalls bei den Nachbarn Stühle. Verzichte aber besser darauf, Dinge wie Bierkästen in Sitzgelegenheiten zu verwandeln und sieh am besten von Hockern ab – über mehrere Stunden sitzt es sich ohne Stuhllehne einfach nicht gemütlich.

Du kannst auch deinen Tisch in ein anderes Zimmer stellen, wenn du so mehr Platz gewinnst – so bekommst auch du eine neue Perspektive bei dem Dinner!

Mein Tisch steht zum Beispiel immer in der Küche (1-Raumwohnung), aber wenn ich Gäste habe stelle ich den Tisch immer ins Schlafzimmer! So habe ich auch mehr Platz zum Kochen in der Küche.

 

  1. Geschirr & Gläser

Keine Sorge, du brauchst keine passenden Teller oder Gläser, um ein tolles Dinner zu zaubern – du musst nur deinen Perfektionismus ablegen! Wenn du nur wenige passende Teller und Gläser hast, dann mische ruhig mit anderem Geschirr. Du kannst z.B. über eine einheitliche Tischdeko (siehe nächster Punkt) einen einheitlichen Look auf dem Tisch schaffen, ohne noch mal Geschirr nachzukaufen. Du hast nicht mal annähernd genug Teller, Gläser oder Besteck für dein Vorhaben? Auch hier kann man gut mal die Nachbarn oder Freunde fragen, notfalls kann man auf dem Flohmarkt günstig einige oldschool Teile kaufen oder auch bei einem Verleihservice wie rent4event.de Geschirr und alles was man braucht ausleihen.

Lass aber auch deine Kreativität spielen – als Wasserkaraffe können ausgespülte Glasflaschen dienen, Marmeladengläser werden zu Trinkgläsern mit Retro Charme… es ist dein Dinner, und du drückst ihm mit solchen Details auch deinen eigenen Stempel auf!

Kerzen Deko

  1. Die Tischdekoration

Ein schön gedeckter Tisch schafft gleich eine besondere Atmosphäre und wirkt einladend.

Du brauchst hier für gar nicht viel, vor allem musst du nicht mal Geld dafür ausgeben – ich selbst lasse mich gerne von der Jahreszeit inspirieren! Im Herbst kann man gut Hagebutten, Kastanien und gefärbtes Laub auf den Tisch bringen, im Sommer reichen meist schon Blumen und Kerzen für einen besonderen Look und im Winter dienen Orangen, Zimstangen und viel warmes Licht als Dekoration. Wichtig ist, dass du es nicht übertreibst – lieber einen Blumenstrauß auf dem Tisch als drei, die so hoch sind, dass deine Gäste sich über sie hinweg kaum sehen können. Wichtig ist, dass deine Gäste noch Platz für ihre Arme, Gläser, Hände haben!

Ich selbst finde auch Dinge wie Glitzersteine, Glasnuggets oder anderes kleinteiliges „Streuzeug“ absolut altmodisch, aber das muss jeder selbst wissen.

Hübsch und total einfach ist eine auf allen Plätzen gleich gefaltete, oder, noch moderner, eine einfach gerollte und mit einem Bastband verschnürte Serviette auf jedem Platz! Das schafft ein einheitliches Bild.

Freunde bekochen

  1. Die Getränke

Zu einem guten Essen gehört natürlich auch ein guter Wein. Je nachdem, wie viel Ahnung du von Wein hast, kannst du sicherlich gut die entsprechenden Weine wählen. Wenn du wie ich zwar gerne Wein trinkst, aber bei weitem kein Experte bist, kannst du dich auch im Weinladen beraten lassen. Hier in Berlin gibt es davon natürlich viele, aber in jeder Kleinstadt sollte einer zu finden sein, google einfach mal! Am besten weißt du schon genau was du kochen willst – so kann der Verkäufer oder die Verkäuferin am besten einen passenden Tropfen empfehlen und du kannst bei deinen Gästen gleich noch etwas Eindruck schinden 😉 In diesem Artikel gebe ich Empfehlungen zu meinen 2 liebsten Weinläden in Berlin.

Rechne mit mindesten 0,5 Litern Wein pro Person, gerade bei 3 Gängen ist das durchaus angemessen.

Vor der Vorspeise kannst du auch einen Aperitif als Icebreaker reichen – ein guter Cremant oder die Klassiker wie Hugo oder Spritz Aperol machen sich immer gut.

Reiche zum Essen am besten stilles und sprudelndes Wasser. Ich selber serviere meist einfach Leitungswasser, was ja hier eine sehr gute Qualität hat. In einer Karaffe mit etwas frischer Minze vom Balkon, Ingwerscheiben und Zitrone hast du auch gleich ein leckeres Getränk für alle, die lieber ganz auf Alkohol verzichten. Achte darauf dass immer genug Getränke bereit stehen und biete auch an, nachzuschenken, wenn die Gläser leer sind.

 

  1. Die Musik

Eine schöne musikalische Untermalung sorgt bei deinem Dinner für die angemessene Stimmung. Am besten wählst du Musik die entweder zum Thema passt (z.B. wenn du ein Italienisches Dinner oder ein Weihnachtsdinner gibst), oder die dir schlichtweg gefällt und dabei ruhig ist.

Nichts ist anstrengender als Gitarrensoli zur Gorgonzolatarte oder Deathmetal zum Dattelparfait. Drehe auch die Lautstärke nicht zu laut, so dass ihr euch entspannt unterhalten könnt, ohne euch anzubrüllen. Jede Person im Raum sollte hören können was die andere Person sagt.

Wähle am besten durchlaufende Musik, sprich keine einzelnen Titel bei Youtube, bei denen du immer wieder aufstehen musst, sondern erstelle vor dem Essen eine Playlist oder mach ein entspanntes Set auf Soundcloud an.

Nichts wird dich mehr nerven, als alle 10 Minuten aufzuspringen und neue Musik auszuwählen.

 

  1. Das Abräumen

Versuche das Abräumen unauffällig zu gestalten, gerade wenn du möchtest, dass deine Gäste nach dem Essen noch ein wenig sitzen und sich unterhalten.

Damit du nach dem Dinner nicht im Chaos versinkst, kannst du die Teller schon einweichen oder in die Spülmaschine stellen, aber eine komplette Abwaschaktion killt sicherlich jede Stimmung.

Räume benutztes Besteck und Servietten ab, aber sei auch nicht zu pedantisch. Viele benutzen ihre Gläser im Idealfall zum Beispiel den ganzen Abend lang, warum auch nicht?

Versuche außerdem, schon während des Kochens so viel wie möglich zu spülen. Umso weniger Arbeit hast du nach dem Dinner!

 

Wie du siehst kann man ein geniales Dinner mit Freunden ganz einfach vorbereiten, darin liegt die halbe Miete.
Hast du noch weitere Tipps, die ich vergessen habe oder ein Lieblingsgericht, das einfach bei allen Gästen super ankommt?
Dann hinterlass mir einen Kommentar, ich freu mich auf dein Input!
Alles Liebe, Samira

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