Feiern & Gastgeben

Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau

July 6, 2016
Erfahrungen Ausbildung Veranstaltungskaufmann

Veranstaltungskauffrau Ausbildung Erfahrungen – 10 Dinge, die du wissen solltest

Wenn du gerade das Abitur oder die mittlere Reise bestanden hast, bereits ein Studium absolviert hast oder einfach einen neuen Beruf lernen möchtest und mit dem Gedanken an eine Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau (oder Veranstaltungskaufmann, natürlich) spielst, ist dieser Artikel genau das Richtige für dich!

Wie viele andere Eventplaner bin ich auch den klassischen Weg gegangen: Erst das Abitur, dann die Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau. Ich habe die Ausbildung in 2,5 Jahren gemacht – 2 Jahre oder 3 sind aber auch durchaus üblich und möglich, je nach deinem Abschluss (Abi oder Mittlere Reife) und natürlich deiner Leistung.

Ich bin sehr froh, die Ausbildung gemacht zu haben, auch wenn ich viele tolle Quereinsteiger kenne: Ich habe wirklich so viel gelernt, von dem ich noch nicht mal wusste, dass ich es in meiner Karriere brauchen würde.

Mein Werdegang innerhalb der Ausbildung war hingegen weniger klassisch: Nach dem ersten Jahr ging mein erster Ausbilder insolvent, und ich kam erstmal übergangsweise bei einer Technikverleihfirma unter. Aber ein Event zu veranstalten oder dafür die Technik zu planen und zu stellen sind zwei verschiedene paar Schuhe.

Ich fühle mich nicht wohl, unterfordert und auch unterbezahlt.

Deswegen bewarb ich mich initiativ bei zwei Firmen im Musik- und Clubbereich, in dem ich arbeiten wollte – beide luden mich zum Gespräch ein, beide sagten zu.

Ich konnte also sogar wählen wo ich meine Ausbildung beenden wollte – und habe diese Entscheidung bis heute nicht bereut. Manchmal ist es einfach wichtig ins kalte Wasser zu springen, um an Ende an das Ufer zu gelangen, zu dem man hinwollte!!

In diesem kleinen Artikel erzähle ich von meinen (durchaus subjektiven) Veranstaltungskauffrau Ausbildung Erfahrungen. Vielleicht ist ja auch für dich die eine oder andere Info dabei, die dir fehlt um deine Entscheidung zu treffen?

Erfahrungen Ausbildung Veranstaltungskaufmann

Ich nach meiner bestandenen Prüfung zur Veranstaltungskauffrau 😀

 

1. Es ist von Vorteil, wenn du 18 oder älter bist!

In meiner Berufsschulklasse waren fast alle über 18, die meisten eher 22-25 – und manche auch über 30.

Warum es Sinn macht, nicht mehr ganz blutjung zu sein?

Der Job ist hart, und auch die Arbeitszeiten können es sein! Als Minderjährige darfst du nach 22 Uhr nicht mehr arbeiten – viele Events erfordern aber genau das. Deswegen habe ich das Gefühl, dass Firmen lieber etwas ältere Azubis wählen, da sie diese dann auch nachts für die Arbeit einsetzen können.

Nach oben hin sind wiederum keine Grenzen gesetzt: Viele Leute, die zum Beispiel schon ein Bachelorstudium in der Tasche haben, entscheiden sich danach dazu, noch eine Ausbildung zu machen.

Warum? Ihnen fehlt der Praxisbezug! Wer nur in der Uni sitzt, lernt zwar sehr viel, sammelt aber keine Kontakte und baut sich kein Netzwerk auf. Wer eine betriebliche Ausbildung macht, hat viel Kontakt mit anderen Menschen!

 

2. Du hast es leichter, wenn du ein Abitur hast

Meine Veranstaltungskauffrau Ausbildung Erfahrungen zeigen mir, dass es wirklich gut war, erst das Abitur zu machen. Ich selber hatte eh nie mit dem Gedanken gespielt, nach der 10.Klasse die Schule zu verlassen, aber für viele mag das durchaus seinen Reiz haben.

Ich konnte schnell feststellen, dass der Unterschied in der Leistung in meiner Klasse zwischen den Abiturienten und denen, die nach der mittleren Reife die Schule verlassen haben, wirklich ausgeprägt war.

Die Abiturienten waren nicht nur älter und oft auch etwas reifer – sie konnten sich schlicht länger über einen Zeitraum konzentrieren und produktiver arbeiten, weil sie das bereits während des Abiturs gelernt hatten.

Das klingt jetzt vielleicht gemein, aber es ist die Wahrheit.

Viele Ausbildungsbetriebe bevorzugen zudem Auszubildende mit Abitur. Genauso sieht es aus, wenn du dich nach der Ausbildung für eine andere Stelle bewerben willst.

Nimm so viel gratis Bildung mit wie du kriegen kannst, zieh durch – und mach die Ausbildung nach deinem Abitur!!

 

3. Du wirst Mathe und Physik nicht loswerden

Ich weiß nicht wie es dir geht – ich selber war nie eine wirkliche Blende in Naturwissenschaften und Mathematik. Einfach nicht mein Ding, Zahlen sind mir wohl nicht organisch genug.

Und so schön es auch wäre: Meine Veranstaltungskauffrau Ausbildung Erfahrungen zeigen, dass Zahlen im Veranstaltungswesen immer dein fester Begleiter sein werden.

Aber keine Angst: Man kann sich mit ihnen durchaus anfreunden, wenn sie einem Helfen, das Chaos zu bändigen und den Überblick zu behalten!

In Fächern wie Kaufmännische Steuerung und Kontrolle wirst du Grundlagen der Buchhaltung lernen. Sehr praktisch, wenn du dich mal selbstständig machen willst (ich habs natürlich trotzdem gehasst 😀 )

Physik kommt ins Spiel, wenn du in Tontechnik lernst, wie ein Lautsprecher den Schall überträgt. Auch das ist letztendlich extra Wissen, mit dem du nach deiner Ausbildung punkten kannst.

 

Erfahrungen Ausbildung Veranstaltungskaufmann

4. Die Arbeitszeiten können echt hart sein

Ich will dir nichts vormachen: Ja, so eine Ausbildung kann ganz schön an die Substanz gehen. Schon in der Ausbildung zeigt sich, wer hier Durchhaltevermögen beweist: Nicht jeder hält diese anstrengende Zeit durch.

Veranstaltungen erfordern oft frühes Aufstehen, stundenlanges stehen und gehen, Nachtarbeit, wenig Schlaf. Stell dich drauf ein!

Selbst wenn du etwa bei einem Kongressveranstalter deine Ausbildung machst, der nur tagsüber offensichtlich arbeitet: Du ahnst nicht, wie viel Zeit für Vor- und Nachbereitung draufgeht. Du kommst um diese Arbeitszeiten in dem Business nicht drum rum. Um 18.00 den Stift fallen lassen und ab nach Hause? Vergiss es! That’s the job!

 

5. Die Bezahlung kann mies sein

Wie schon gesagt habe ich auf meinem Weg zur Veranstaltungskauffrau bei 3 verschiedenen Firmen gearbeitet, und deswegen auch zum Thema Vergütung verschiede Veranstaltungskauffrau Ausbildung Erfahrungen gemacht.

Mein Gehalt als Auszubildende Veranstaltungskauffrau:

Nach der Steuer hatte ich der ersten Stelle rund 600 Euro, bei der zweiten rund 400, bei der dritten 900 Euro pro Monat (Also Netto, ich finde es blöd, Bruttobeträge bei Gehältern anzugeben).

Du siehst also – es kann recht viel, aber auch echt wenig Geld geben.

Je nachdem, ob du in einem kleineren oder größeren Unternehmen deine Ausbildung machst und ob dieses tariflich gebunden ist, wirst du entweder nach Tarif, nach Betriebsinternen Regelungen oder, wenn du Glück hast, nach Verhandlungsbasis bezahlt.

Du solltest ganz genau wissen, wie deine Fixkosten im Monat sind bevor du unterschreibst! Unter bestimmten Bedingungen kannst du auch Ausbildungsbeihilfe beantragen, ich habe das glücklicher Weise nicht gebraucht.

 

6. Spitze die Ohren, wenn es um Marketing geht!

Ich wünschte diesen Tipp hätte mir jemand gegeben, bevor ich in die Aubsildung startete!

Marketing – und auch Eventmarketing – wird immer wichtiger, der Markt größer, spannender, kreativer – aber auch umkämpfter!

Meinen Veranstaltungskauffrau Ausbildung Erfahrungen nach macht es deswegen Sinn, in dem Unterrichtsfach „Marketing“ und bei dir im Betrieb alles aufzusagen, was es zu dem Thema gibt. Natürlich sind die Inhalte im Unterricht oft etwas veraltet, aber du selbst kannst dich zu Hause weiterbilden: Schau dir an, was große Firmen für Veranstaltungen machen, um ihre Produkte interaktiv und kundennah zu präsentieren. Du wirst staunen, was alles ein Marketingevent sein kann!

Firmen, die viel mit gutem und modernem Eventmarketing arbeiten sind zum Beispiel:

Red Bull
Nike
Campari
Zalando

… um nur einige Beispiele zu nennen.

In der Marketing & Event Kombination werden, was ich so gesehen habe, übrigens auch die meisten Stellen ausgeschrieben!

 

7. Du solltest schon vorher die Englische Sprache beherrschen bzw. lernen

Englisch spreche ich in meinem Job wirklich jeden Tag. Es ist verdammt wichtig, es ist für viele Stellen auch Voraussetzung.

Leider wird auf der Berufsschule zwar Business English unterrichtet – allerings nur recht oberflächlich wie ich finde. Und nur praktikabel, wenn du überhaupt schon englisch kannst – dann lernst du hier auf jeden Fall die eine oder andere praktische Redewendung.

Wenn du noch kein oder nur schlechtes English sprichst, empfehle ich dir wirklich, außerhalb der Schule einen Kurs zu machen. Du wirst es dir danken!

 

8. Die schriftliche Abschlussprüfung kann durchaus schwer sein

Ich habe erst während des Abitur gelernt, wie man lernt. Wirklich. Vorher habe ich mich immer so durchgemogelt und hatte einfach wohl eine recht gute Auffassungsgabe.

Als ich dann erfuhr, dass die Abschlussprüfung im Multiple Choice Stil abgehalten wird, war ich schnell schön arrogant – das packe ich mit links dachte ich, easy peasy.

Natürlich habe ich die Prüfung bestanden, auch gut – aber nimm es nicht auf die leichte Schulter! Oft sind die Fragen absichtlich etwas unübersichtlich oder verwirrend gestellt. Ließ sie dir also auf jeden Fall mehrmals durch und vertraue nicht blind auf deine erste Eingebung, denn darauf bauen sie.

Nimm dir die Zeit und unterschätze die Fragen nicht. Ich will dir hier keine Angst machen, es ist jetzt auch nicht mega kompliziert – aber bereite dich vor und sei fit wenn du in die Prüfung gehst. Ich habe auch Leute kennen gelernt, die durchgefallen sind – und zu denen willst und wirst du nicht gehören 🙂

 

9. Sammle Kontakte und Netzwerke schon während der Ausbildung!

Wenn du in einem Betrieb lernst, wirst du sicherlich irgendwann eine Menge Kundenkontakt haben. Das tolle: All diese Kunden können eines Tages deinem eigenen Netzwerk dienen!

Natürlich meine ich nicht, dass du deinem Ausbilder hier Kunden abwerben sollst, wenn du dich mal selbstständig machst.

Du kannst dir aber ganz genau merken, welcher Lieferant, welcher Musiker, welcher Cateringservice hervorragend gearbeitet hat. Erstelle dir zum Beispiel eine Liste mit verschiedenen Kategorien, in die du die Email Adressen und den Ansprechpartner einträgst!

 

10. Habe den Mut deinen Ausbildungsplatz zu wechseln, wenn es nicht anders geht

Das soll keine Ermunterung sein, das Handtuch zu schmeißen, sobald es knifflig wird – aber natürlich kommt es vor, dass man nach einiger Zeit merkt, dass es einfach nicht passt im Ausbildungsbetrieb. Oder dass man ausgebeutet wird. Oder dann man mit den Kollegen einfach nicht kann.

Den Betrieb zu wechseln ist nichts Schlimmes und durchaus üblich. Es wird dir auch später nicht deine Karriere verbauen – schau mich an! Ich habe ganze zwei Mal gewechselt und bin so froh darüber!

Meiner Veranstaltungskauffrau Ausbildung Erfahrung haben diese Wechsel sogar noch geholfen, da ich gleich in drei Betrieben verschiedenstes lernen durfte.

Wenn du das Gefühl hast, dass du in deinem Betrieb nichts lernst (ja, auch das kommt vor), oder dass du ungerecht behandelt wirst, kannst du zum Beispiel mit deinen Lehrern oder mit deiner IHK Beauftragten sprechen.

Natürlich solltest du dich schon mal nach neuen möglichen Ausbildungsplätzen umhören, bevor du deinem Chef deinen Wunsch zu wechseln mitteilst – je nachdem, wie euer Verhältnis ist.

Glaub an dich und daran, dass du es verdienst, eine Stelle zu haben, die zu dir passt. Du musst dich nicht für drei Jahre verbiegen lassen. Traue dich, du selbst zu sein!

 

Ich hoffe mit diesen Tipps und Ratschlägen konnte ich dir helfen und dich vielleicht motivieren, auch eine Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau zu machen! Wenn Events dein Ding sind, wirst du dich wie ein Fisch im Wasser fühlen.

Streng dich an, gib alles und warte nicht bis dir dein Glück oder deine Karriere zufliegt! Das wird toll!

Möchtest du deine Erfahrungen mit mir teilen? Hast du Fragen?

Dann hinterlass mir ein Kommentar!

Alles Liebe,

Samira

 

Eventplaner Ausbildung

 

20 Comments

  • Reply Müller Felix Jonathan November 15, 2016 at 3:22 pm

    Danke für diese gute subjektive Schilderung deiner Erlebnisse! 🙂
    Für mich steht fest, dass ich das machen will!
    Viel Erfolg und frohes Schaffen weiterhin.
    Mit freundlichem Gruß Felix.

    • Reply Samira November 16, 2016 at 1:19 pm

      Hey Felix,
      danke für das Feedback! Find ich super, dass du auch VA Kaufmann werden willst. Es macht echt viel Spaß und lohnt sich, vor allem, weil einem danach so viele Möglichkeiten offen stehen.
      Viel Erfolg bei der Ausbildung!
      Samira

  • Reply Monika Wilhelm January 31, 2017 at 3:57 pm

    Liebe Samira,
    ich habe nach einem Jahr der Qualen und langwierigem hin- und herüberlegen nun auch meinen Ausbildungsplatz gewechselt und bin mehr als happy!
    Der Support der IHK war leider etwas dürftig, aber es lohnt sich auf jeden Fall, zu wechseln, wenn man sich unwohl fühlt oder ungerecht behandelt wird.

    Danke für deinen Input!
    Beste Grüße & alles Liebe
    Monie

    • Reply Samira February 3, 2017 at 10:36 am

      Hey Monika,
      Glückwunsch zum Wechsel! Natürlich ist es keine leichte Entscheidung, aber es klingt, als hättest du genau das Richtige getan.
      Beim mir war die IHK auch keine große Hilfe, aber immerhin haben sie mich machen lassen…
      Ich wünsche dir alles Gute in deinem neuen Betrieb!
      Samira

  • Reply Tanja Stockburger February 1, 2017 at 1:29 pm

    Hallo Samira,

    vielen vielen Dank für soooo tooole Information. Es hat mir echt viel geholfen.
    Bei mir ist so, ich mache jetzt meine Bachelor im Bereich Veranstaltungsmanagement fertig und mir fehlt diese Praktische Bereicht. wieso das und das so gemacht wird und wie ich mein Wiessen ansetzen kann.
    Ich überlegen mir eine Ausbildung als Veranstaltungkauffrau noch mache um eben Erfahrung zu sammeln. Aber manchmal bin mir nicht siecher, ob eher eine Praktikum so 1 Jahr lang vielleciht, nich das besste Alternative ist? Man kann auch Praktikums bei unterschiedlichen Firmen machen und so mehr unterschiedliche Erfahrungen sammeln, oder? Hast du da für mich vielleicht ein Tipp?
    O, und natürlich nicht vergessen, ich habe schon ein kleines Kind und natürlich Ehemann 🙂 wie schwer mir dann in diesem Beruf wird, habe ich noch kein Plan. Ich hoffe, ist alles machtbar, hängt natürlich von Arbeitgeber oder?

    Danke im vorraus für deine Antwort.

    Tanja

    • Reply Samira February 3, 2017 at 10:42 am

      Hey Tanja,
      toll dass du bald mit deinem Bachelor fertig bist!
      Zu deinen Fragen: Klar kannst du auch ein Praktikum oder mehrere machen.
      Allerdings wirst du meistens als Praktikantin nicht bezahlt, oder wenn dann nur sehr schlecht – und gerade wenn du ein Kind hast, kann etwas extra Geld sicherlich nicht schaden, oder?
      Auch werden Praktikanten leider (!!) oft nicht so intensiv an die Arbeit herangeführt wie ein Azubi. Und das vor allem, wenn du mehrere Praktikas machst, und somit immer nur ein paar Monate bleibst. Richtig tief ins Thema eintauchen wirst du so nicht, und Netzwerke zu knüpfen wird so auch schwieriger. Insofern denke ich, dass eine Ausbildung eine gut Idee sein könnte.

      Mit einem Bachelor in der Tasche kann es auch gut sein, dass du in nur 1,5 Jahren die Ausbildung abschließen kannst. Das klingt doch gut, oder?

      Bezüglich einer Familie habe ich zwar selbst keine Erfahrung, aber das sollte sich vereinbaren lassen. Das ganze ist ja auch gesetzlich geregelt, also lass dich nicht ausnutzen von deinem Chef oder Ausbilder.
      Ich hoffe ich konnte dir helfen und wünsche dir alles Gute!
      Samira

  • Reply Denise October 25, 2017 at 6:53 pm

    Hi Samira,
    Ich habe deinen tollen Bericht jetzt erst entdeckt, super geschrieben, wirklich 🙂

    Hast du dich bevor du mit der Ausbildung angefangen hast darüber informiert ob du ein Studium oder halt die Ausbildung machen willst? Wenn ja, weshalb hast du dich für die Ausbildung entschieden? Bzw weißt du was “besser” ist oder was Arbeitgeber eher suchen?

    Ganz liebe Grüße
    Denise

    • Reply Samira October 26, 2017 at 2:43 am

      Hey Denise, danke für dein Feedback!
      Ich habe mir direkt für eine Ausbildung entschieden, da ich lieber mehr praktische Erfahrungen sammeln wollte, und zudem lieber Geld verdienen statt Geld bezahlen wollte 🙂

      Meiner Erfahrung nach “reicht” die Ausbildung für die meisten Veranstaltungsjobs aus laut der Stellenausschreibungen. Zudem wollen die Arbeitgeber vor allem zwei Dinge: Erfahrung und Netzwerk. Beides bietet dir aus meiner Sicht eine Ausbildung eher, als es ein Studium tut!

      Liebe Grüße

  • Reply Robin November 8, 2017 at 8:51 pm

    Hey vielen Dank für diese durchaus subjektive und ehrliche Darstellung dieses Berufes. Dem Artikel entnehme ich das du jetzt auch schon ein bisschen Erfahrung hast..mache gerade mein Fachabitur an einem Berufskolleg mit Wirtschaftsbezug..davor habe ich eine Ausbildung zum Restaurantfachmann gemacht und auch erfolgreich abgeschlossen.

    Denkst du es ist bei der Suche hilfreich eben angesprochene Ausbildung zu haben ?

    Würde mich über ne Antwort freuen 😊

    • Reply Samira November 9, 2017 at 3:19 am

      Hi Robin,
      für was für einen Job willst du dich denn bewerben, für einen Job als Veranstaltungskaufmann?
      Da kommt es ganz darauf an, wie viel Erfahrung du hast. Wenn du seit mehreren Jahren in der Evebntbranche als Restaurantfachmann arbeitest, könnte es sogar auch so klappen. Ganz ohne Arbeitserfahrung im Eventbereich wird es denke ich etwas schwierig, da es ja recht viele Menschen gibt, die genau diese gewünschte Veranstaktungskaufmann Ausbildung gemacht haben.
      Ich hoffe, ich konnte dir etwas helfen!
      Liebe Grüße,
      Samira

  • Reply Katharina November 27, 2017 at 9:33 pm

    Hi Samira,

    es ist schön zu hören, dass man nicht die Einzige ist, die diesen Beruf so betrachtet wie du.
    Ich schlage momentan einen ähnlichen Weg ein, habe nach meinem Abitur direkt mit der Ausbildung in einem Technikunternehmen begonnen und stehe nun knapp vor den Prüfungen im nächsten Jahr.

    Hast du Tipps zum Lernen für die Prüfungen? Gerade auch für die Mündlichen?
    Wie hast du dir das Gefühl für Marketing und Kalkulationen angeeignet?
    Ich sehe hier bei mir noch Schwierigkeiten, auch was das kaufmännische Denken angeht…
    Auch meine Praxiserfahrungen sind nicht sehr groß, da ich überwiegend im Administrativen tätig war.
    Das bereitet mir etwas Sorgen ehrlich gesagt…

    Generell fühle ich mich in dieser Branche noch ziemlich unsicher.
    Gut, ich arbeite auch erst 2,5 Jahre darin, trotzdem habe ich immer das Gefühl, mehr wissen zu müssen. Oder mehr können zu müssen, schließlich mache ich das ja nun auch schon 2,5 Jahre.
    Verstehst du, was ich meine?
    Vielleicht setze ich mich auch zu sehr unter Druck… (das kann ich gut!)
    Aber ich habe nunmal echt Angst davor, zu “versagen” (z.B. bezogen auf die Prüfungen etc.)…

    Ich freue mich von Dir zu hören und bin gespannt, welche Erfahrungen Du noch gemacht hast.
    Danke schonmal vorab!

    Alles Liebe,
    Katharina

    • Reply Samira November 28, 2017 at 8:42 am

      Hey Katharina,
      ich würde dir raten – ob für die mündliche Prüfung oder für deine Sicherheit im Beruf – einfach so oft wie möglich das zu tun, was dir dabei hilft: Events zu planen. Immer, immer wieder. Plane den Geburtstag deiner Freundin, plane einen Ausflug mit deiner Familie, plane Aktivitäten an Weihnachten, plane ein Klassentreffen. Je mehr du übst, desto selbstsicherer wirst du. Außerdem trainiert das deinen “kreativen Muskel”, der bei der mündlichen Prüfung sehr wichtig ist.
      Es hilft auch, einfach mal fünf bis zehn ganz verschiedene Events zu planen, die du nicht in Wirklichkeit umsetzt – also einen Messeauftritt, ein Konzert, ein Incentive, eine Hochzeit und ein Marketingevent zum Beispiel.

      Vergleiche dich nicht mit anderen, das zieht einen nur runter. Auch ich treffe immernoch viele viele Leute, die mich einschüchtern – ich versuche dann immer, ihnen einfach ganz genau zuzuhören, um selbst noch etwas von ihnen zu lernen. Besser wird es immer geben.

      Ich wünsche dir alles Gute!
      Samira

  • Reply Constanze January 19, 2018 at 3:44 pm

    Hallo Samira!
    Ich finde du hast einen ganz tollen Artikel geschriebe, wirklich. Ich möchte dieses Jahr auch eine Ausbildung als Veranstaltungskauffrau machen. Habe auch das Fachabitur, jedoch ist es nicht das beste. Spreche englisch aber fließend und auch eine gute Note darin. Jedoch habe ich Angst dass mich aufgrund der anderen Noten kein Unternehmen nimmt.
    Liebe Grüße,
    Constanze

    • Reply Samira January 19, 2018 at 3:48 pm

      Hallo Constanze,
      das mit den anderen Noten ist vielleicht nicht von Vorteil, aber wenn du deine Vorteile in den Vordergrund rückst, dann ist es den meisten Unternehmensleier*innen egal, ob du nun hier oder da mal eine schlechte Note hast.

      Versuche, dir vor dem Vorstellungsgespräch eine Antwort auf die Frage zurechtzulegen, “was da los war” bei den schlechten Noten – und übe dich darin, deine positiven Eigenschaften und Stärken hervorzuheben.

      So wichtig sind Schulzeugnisse bei der Arbeitssuche oftmals gar nicht. Lieber ein gutes Praktikums- oder Arbeitszeugnis beilegen, wenn du eines hast!

  • Reply Katharina January 26, 2018 at 7:41 pm

    Hey Samira,
    danke für den tollen Artikel!
    Ich bin jetzt schon seit über 6 Jahren in einem Beruf, der einfach nicht mein Ding ist. Das muss ich mir mit 28 endlich mal eingestehen und nicht immer vor den Tatsachen davon laufen. Schließlich bin ich mit Ende 20 noch nicht zu alt um etwas an meinem Berufsleben zu ändern. Es ist natürlich ein riesen Schritt, aus einer Festanstellung mit entsprechendem Einkaommen, woran man sich gewöhnt hat, diesen Weg zu gehen: “zurück” in eine Ausbildeung und nochmal von Vorne anfangen.
    Wie du dir schon denken kannst interessiere ich mich für den Beruf der Veranstaltungskauffrau. Ich frage mich nur, ob meine Vorstellung die Richtige ist?! (Mein Traum wäre es übrigens in einem großen Theater zu arbeiten 😉 ) Aber worin genau unterscheidet sich die Arbeit/Ausbildung z.B. bei einer Eventfirma, in einem Hotel, einem Theater oder einem Messedienstleister? Hast du da Erfahrungen oder Infos für mich?
    Würde mich sehr über eine Nachricht freuen!
    Danke schonmal und liebe Grüße, Katharina

    • Reply Samira January 29, 2018 at 4:41 pm

      Hallo Katharina, cool dass du noch mal umsatteln willst! Ich finde auch, man sollte einen Job wählen, in dem man – langfristig – glücklich und erfüllt ist.

      Zu deiner Frage: Der Unterschied besteht natürlich darin, was du lernen und was du tun wirst! Hotel: Du wirst wahrscheinlich eher mit Galas, Hochzeiten, Kongresse, Catering zutun haben. Dabei wirst du wahrscheinlich nicht oft den Ort wechseln, sondern immer – nun ja, eben in diesem Hotel arbeiten. Eventfirma: Du wirst wahrscheinlich in verschiedenen, wechselnden Locations Events ausrichten. Wirst mit Catering, Beschallung, Besonderen Spielereien zutun haben. Fiormenfeste ausrichten, Webeevents, vllt. Modenschauen…
      Wenn du aber mal langfristig im Theater arbeiten willst, dass rate ich dir dringend dazu, eine Ausbildung in eine Theater zu suchen! Denn dort lernst du nicht nur GENAU das, was du später brauchen wirst – sondern knüpfst auch eine Menge Kontakte, die dein späteres Berufsleben bestimmen könnten!
      Ich hoffe, ich konnte dir etwas helfen, und drücke dir die Daumen!
      Samira

  • Reply Miri March 7, 2018 at 10:12 pm

    Hallo Samira,
    ich überlege schon sehr lange den Beruf Veranstaltungskauffrau zu erlenen. Nach meinem Abitur habe ich bereits mit einem 6-monatigen Praktikum angefangen den Beruf kennezulernen. Jedoch habe ich mich dann erstmal für ein BWL Studium mit dem Schwerpunkt Kultur-Medien und Freizeitwirtschaft entscheiden (was durchaus Veranstaltungsorganisation als Inhalt hatte).
    Nach meinem Studium habe ich aber sozusagen “kalte Füße” bekommen. Das ist schon so lange ein Wunschberuf für mich und ich habe Bedenken, dass es nicht so ist, wie ich mir das erträumt habe. Vorallem habe ich Angst die Arbeitszeiten auf Dauer nicht zu packen, da ich kein Nachtmensch bin. Also habe ich eine Ausbildung zur Steuerfachangestellten angefangen und bin nun im Januar 2019 damit fertig. Ist meine Angst wegen der Arbeitszeiten begründet? Liebe Grüße Mirja

    • Reply Samira March 9, 2018 at 6:26 pm

      Liebe Miri,
      es kommt ja ganz darauf an, in welchem Bereich du als Veranstaltungskauffrau arbeiten willst!
      Lange Arbeitszeiten können vorkommen, Nachtarbeit auch – aber du kannst dir ja ein Berufsfeld aussuchen, indem du eher Tagsüber arbeitest! Das gilt zum Beispiel für Incentives/Firmenausflüge, aber auch für alles, was mit Kindern zutun hat.
      Nicht jede Eventmanagerin muss bis 4 Uhr morgens noch auf den Beinen sein!

      Auch Location Scouting, sowie die Vermietung von Locations (also als fest angestellte VA Kauffrau in einer Event Location) arbeitest du vornehmlich tagsüber – außer vielleicht direkt am Eventtag. Manche haben aber für die Durchführung der Nächte eigenes Personal, so dass du irgendwann gehen kannst.

      Ich würde mich von der Angst nicht abhalten lassen, deinen Traum zu leben. Wie wäre es denn, wenn du erstmal ein Praktikum in einem Unternehmen machst, in dem du tagsüber arbeitest? Auf jeden Fall lässt sich ein solche Job finden, da bin ich mir sicher.
      Probier es – damit du nicht irgendwann sagen musst, dass du es gerne probiere hättest <3

  • Reply Anna September 10, 2018 at 9:28 am

    Hallo Samira!
    Vielen Dank für deinen interessanten Artikel, in dem ich mich sehr gut wiederfinden konnte!
    Ich selber bin nun in meinem zweiten Lehrjahr zur Veranstaltungskauffrau und plane, wie du, meine Prüfung nach 2,5 Jahren zu machen. Ich fühle mich in der Ausbildung sehr wohl und bin auch sicher, dass die Eventbranche das Richtige für mich ist. Allerdings habe ich in letzter Zeit durch Gespräche mit Mitauszubildenden und anderen Personen, die in der Eventbranche tätig sind, ein bisschen Angst vor der Zeit nach der Ausbildung bekommen. Viele behaupten, es wäre extrem schwer direkt nach der Ausbildung eine Stelle zu finden, außer man geht Studieren oder senkt seine Ansprüche auf das Minimum. Ich wollte dich einmal fragen, wie das bei dir so ablief mit den Bewerbungen direkt nach der Ausbildung, und ob du diese Aussagen meiner Kollegen so unterstreichen kannst?
    Liebe Grüße!
    Anna

    • Reply Samira September 12, 2018 at 12:58 pm

      Hallo Anna, ich wurde von dem Betrieb übernommen, in dem ich meine Ausbildung abgeschlossen habe. In Berlin habe ich nicht das Gefühl, dass man Probleme hat einen (durchaus angemessen bezahlten) Job zu finden – im Gegenteil: hier arbeiten mittlerweile sogar viele Quereinsteiger in dem Feld, die quasi gar keine Ausbildung haben.
      Also ich würde es von dem Ort abhängig machen, an dem du suchst, und mich Notfall danach richten. In großen Städten gibt es natürlich mehr Hotels, mehr Messen, Mehr Konzerte = mehr Jobs. Lass dich nicht verrückt machen.
      Deine Samira

    Leave a Reply